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Solidarische Ökonomie, Selbstverwaltung und Demokratie in Brasilien und Deutschland.

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Jacqueline Bernardi,, Upress Kassel, Deutschland, 2009

Begriff und Praxis der Selbstverwaltung wurden in der vorliegenden Arbeit im Kontext der Bewegung für eine Solidarische Ökonomie untersucht. Deren Grundlage ist der Ansatz einer gesellschaftlich qualitativen Entwicklung, im Unterschied zum momentanen Entwicklungsmodell. Die Selbstverwaltung wurde insbesondere auf ihr Potenzial hin befragt, Männer und Frauen aus entfremdeten Verhältnissen zu befreien und sie wieder zu Akteuren ihrer eigenen Geschichte werden zu lassen. Zusammen mit der Achtung der individuellen Freiheit kann sich so ein demokratischer Prozess ergeben. Ein spezielles Augenmerk lag auf Entscheidungsprozessen und -instanzen innerhalb der Unternehmen, die sich dem solidarischen Wirtschaften verpflichtet fühlen. Hier wurde der Frage nachgegangen, wo konzentriert sich Macht in einer Person oder einer Gruppe, die einer Selbstverwaltung zuwider läuft.

Es wurden zwei Studienobjekte ausgesucht, eines in Brasilien, ein anderes in Deutschland. Es sollten die Entscheidungsprozesse und -instanzen miteinander verglichen und ihre Wirkungen festgestellt werden, die diese auf die Entwicklung der Unternehmen ausgeübt haben. Die Tatsache, dass die beiden Studienobjekte verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten entstammen, erlaubt uns, den Rahmen der Analyse und Reflektion zu erweitern. Jedes Studienobjekt wies unterschiedliche Elemente auf. In der Gesamtschau ermöglicht dies einen breiteren Ansatz für die zukünftige Auseinandersetzung mit dem Thema Selbstverwaltung.

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